Wirtschaft und Markt ...

... spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft und prägen mehr und mehr ihren Charakter. Aber was ist das, der Markt? Wer schafft das Geld, und wie? Wird es infolge der Digitalisierung weniger Arbeit geben? Brauchen wir wirtschaftliches Wachstum? Wie schaffen wir soziale Gerechtigkeit? Zu diesen und weiteren Fragen entwickeln Wirtschaftswissenschaftler/innen und Erwachsenenbildner/innen aus sieben EU-Ländern eine mehrsprachige Lernplattform. Wir laden Sie ein, sich „Wirtschaft“ anzunähern und ein neues Verständnis von Ökonomie zu entwickeln. Das kann faszinierend und spannend sein! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Inspirationen

What's going on

Kein Buch mit Sieben Siegeln

Workshop zu ökonomischer Grundbildung in Lublin/Polen Soziale Ungleichheit, Ökologie, Klima, Wohnen, Gesundheit, Geschlechtergerechtigkeit – beinahe alles hat auch eine wirtschaftliche Dimension. Man muss keine höheren Weihen besitzen, um solche Zusammenhänge zu verstehen. Genau das ist der Ansatz unserer Kooperation von Kolleg/innen aus sieben Ländern Europas. Sie trafen sich vom 22.-26.02.22 zu einem fünftägigen Workshop in der WSEI-Universität in Lublin/Polen. Erprobt wurden Methoden der Vermittlung und Diskussion wirtschaftlicher Themen in der Erwachsenenbildung. So konnten sich die Beteiligten in einem „economic speed dating“ zu Fragen sozialer Ungleichheit austauschen. Welchen Zusammenhang sehen sie zwischen Ungleichheit und Selbstvertrauen,...

Delikate Themen schmackhaft machen

Online-Diskussion zu Steuern und Migration: „Steuern sind ein wichtiger Teil der Geschichte der Ungerechtigkeit in der Welt. Leider schrecken viele Menschen zurück, wenn sie das Wort "Steuern" hören - es erscheint ihnen schwer verständlich, langweilig und vielleicht ein Thema, das man besser den "Experten" überlässt! Dieser Leitfaden soll Ihnen als Erwachsenenbildner/in helfen zu verstehen, was Steuern sind, warum sie so wichtig sind, welche globalen Trends eine gerechte Steuererhebung bedrohen und was getan werden kann, um Steuerungerechtigkeit weltweit zu beseitigen.“ So beginnt der Beitrag der irischen Kollegin zur Lernplattform. Wir haben ihn in der Projektgruppe...

Feministische Ökonomie und ökologisches Wachstum

Sie sind wie eine Art Gesprächssalon. Unsere regelmäßigen Online-Treffen. Dieses Mal stellten die tschechische und die estnische Kollegin ihre Beiträge für die Lernplattform vor. In Feministische Ökonomie wird im Kontrast zur neoklassischen wirtschaftswissenschaftlichen Schule eingeführt. Besonders markant ist der Unterschied im Menschenbild. Neoklassiker gehen von der Annahme des „Homo economicus“ aus, der stets rationale Entscheidungen frei von jedem gesellschaftlichen Einfluss trifft, seine Interessen verfolgt und unbegrenzt Bedürfnisse hat. Feministische Ökonominnen nehmen demgegenüber an, dass der Mensch ein Beziehungswesen ist, das durch verschiede Einflüsse wie Geschlecht, Alter, sozialen Status, Werte u.a. geprägt ist. Entsprechend würden...

Ungleichheit und ökonomische „Schulen“

Ungleichheit – was kann man darunter verstehen? Und welche verschiedenen ökonomischen „Schulen“ gibt es? Das war Gegenstand unseres jüngsten Online-Treffens am 7. Oktober 2021. Diskutiert wurden zwei weitere Beiträge für unsere Lernplattform. Die österreichischen Kolleg/innen stellten ein sozioökonomisches Verständnis von Ungleichheit vor, das über die übliche Interpretation der Einkommensungleichheit hinausgeht und z.B. auch die weltweite Ungleichheit im Verbrauch von CO2 berücksichtigt. Sie betonten, dass Ungleichheit nicht „natürlich“ gegeben, sondern durch gesellschaftliche Verhältnisse und Machtbeziehungen hervorgebracht wird. Es wird erwartet, dass sie weiter zunimmt. Welche Art von Sozialstaatlichkeit wäre daher nötig, ein gutes Leben für...

Wachstum und Entwicklung

Austausch. Regelmäßig treffen wir uns online. So auch am 24.03.21. Kolleginnen von Organisationen aus sieben europäischen Ländern planten ihre Aktivitäten. Aufs Neue, aufs Neue, aufs Neue. Glücklicherweise blieb auch Zeit für Inhalte. Zum Beispiel für die Frage nach dem Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Umweltverträglichkeit. Welches Wachstum brauchen wir? Und was kann in einem Wirtschaftssystem ohne Wachstum geschehen? Welchen Übergang kann es geben hin zu einer wirklich ökologischen Wirtschaftsweise? Was kennzeichnet den Unterschied zwischen ökonomischem Wachstum und Entwicklung? Ein intensiver Austausch und wieder einmal ein tolles Klima in der Gruppe.

Workshop: Frischer Wind für die Ökonomie

„Das war deutlich besser, als erwartet.“ „Der Austausch und die Feedback-Kultur waren sehr gut. Die Kommentare auf die Artikel waren sachbezogen und überaus hilfreich. Das ist nicht selbstverständlich.“ „Kooperation, das ist der Sinn von EU-Projekten.“ „Die interaktiven didaktischen Teile haben mich sehr beeindruckt.“ „Gute Atmosphäre trotz Online-Kommunikation.“ Eine Woche lang, vom 16.-20.11.2020, verständigten sich die Projektbeteiligten aus sieben Organisationen in sieben Ländern Europas über die ersten sieben Beiträge zur Lernplattform. Coronabedingt musste der Workshop mehrfach verschoben werden und nun online stattfinden. Zur Diskussion standen Abhandlungen zur Modern Monetary Theory (MMT), zu Schulden, Europa und...

Frauen und Wirtschaft

Videokonferenz, 29.10.20 Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt oft benachteiligt. Sie verdienen in vergleichbaren Positionen in der Regel weniger. Sie sind kaum in Führungspositionen vertreten. Sie werden als "Risikogruppe" wahrgenommen, wenn sie alleinerziehend sind. Und oft haben sie noch zu wenig Selbstvertrauen, wenn es darum geht, ihre Möglichkeiten zu Wirklichkeiten werden zu lassen. Die Partnerin der tschechischen Organisation AVITEUM widmete sich diesen Fragen und stellte in ihrem Beitrag Strategien zum Empowerment von Frauen bezüglich ihrer Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt vor. Die Rückmeldungen der Kollegen waren sachbezogen, unaufgeregt und wertschätzend. Wieder kam das Thema auf die...

Von der Kunst, Feedback zu geben

Die Arbeit an der Lernplattform ist selbst ein Lernprozess. Das wurde bei unserer letzten Videokonferenz am 06.08.20 deutlich. In einem guten Sinn. Zur Diskussion standen zum einen der Beitrag, der von den Kolleg:innen der Universität Wien erarbeitet wurde. Das Thema:„Klima und Ökonomie“. Zum anderen gaben die Projektpartner:innen ihr Feedback auf den Beitrag der estnischen Kollegin zu „Öffentliche Güter und Soziale Wohlfahrt“. Die Kommentare waren differenziert und sachbezogen. Dann kam das Gespräch auf die Frage, warum wir versuchen multiperspektivisch zu sein. Und was heißt das? Überfordert man die Leser:innen, wenn verschiedene Interpretationen zu einzelnen Themen...

Immer wieder: Videokonferenz

Engagierte in europäischen Projekten waren bereits vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit Online-Treffen vertraut. Auch in diesem Projekt sind wir zu einer Zusammenarbeit durch virtuellen Austausch übergegangen, stellen aber auch fest, dass insbesondere die Arbeit an Inhalten und der Austausch von Methoden direkte Begegnungen erfordert. Bei unserem letzten Treffen diskutierten wir verschiedene Möglichkeiten, die Zusammenarbeit in der gegebenen Projektzeit sowohl digital als auch analog zu realisieren. Um unter Bürger/innen und Bürgern einen 'europäischen Geist' und ein Denken über nationale Horizonte hinaus zu fördern, hängt auch von offenen Grenzen ab – für alle. Bild: Fabio...

Wirtschaftliche Strategien der Krisenbewältigung

Anstelle eines fünftägigen Workshops in Tartu/Estland begann die Gruppe der Kolleg/innen aus sieben EU-Ländern mit einer Reihe von Videokonferenzen, um sich über die Beiträge für die Lernplattform auszutauschen, die gerade entwickelt wird. Das erste Meeting war der Diskussion von zwei Artikeln gewidmet. Der eine entstammt der Feder der spanischen Partnerinnen von der Organisation ITD -Innovación, Transferencia y Desarrollo "Wirtschaftliche Strategien zur Bewältigung der Krise: Sparmaßnahmen oder staatliche Investitionsprogramme?". Der andere wurde von dem Kollegen der WSEI-Universität in Lublin/Polen verfasst: "Europa: Wettbewerb oder Kooperation"? Sehr "heiße Themen", die sehr zur aktuellen Situation in Europa passen....

Auftakt: Treffen in Prag

Die tschechische Partnerorganisation Aviteum lud Kolleginnen und Kollegen aus Wien/Österreich, Tartu/Estland, Dublin/Irland, Lublin/Polen, Barcelona/Spanien und Berlin zum ersten Projekttreffen vom 7. bis 9. November 2019 nach Prag ein. Gemeinsam planten wir die Gestaltung und den Inhalt der zu entwickelnden Lernplattform für sozioökonomisches Lernen. Insbesondere haben wir uns erneut intensiv mit den Zielgruppen und den Bedürfnissen der künftigen Nutzer/innen befasst. Wir diskutierten die Feinabstimmung der zu behandelnden Wirtschaftsthemen: Markt und Staat, Arbeit, Geld, Steuern, Schulden, Migration und globale Gerechtigkeit. Nun warten wir gespannt auf die ersten Texte aller Partner, um sie beim nächsten Treffen gemeinsam...